Limonade

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Eines der einfachsten, gesündesten, erfrischendsten und doch in vielen Gegenden vom Aussterben bedrohten Getränke ist die selbstgemachte Limonade: Eine biologische (weil mit unbehandelter zum Verzehr geeigneter Schale) und am besten freegane Zitrone kleinschneiden, mit heißem oder kalten Wasser übergießen, einige Zeit ziehen lassen und genießen !)

Ich habe dieses Grundnahrungsmittel bei meinen Schreiburlauben entdeckt. Damals war ich meistens in Gegenden, in denen kein Trinkwasser aus der Leitung kam. Und weil die ätherischen Öle in den Schalen von Zitrusfrüchten antibakteriell wirken und Wasser deshalb länger haltbar machen, nahm ich von einem Ausflug auf den lokalen Bauernmarkt zwei dieser gelb leuchtenden und wundervoll frisch duftenden Früchte mit auf mein schäbiges Hotelzimmer, um sie in meinen Trinkwasserkanister zu schneiden. Dann entdeckte ich, daß mein Wasservorrat mit jedem Tag erfrischender schmeckte, und trinke Wasser seither kaum noch anders.

Im Laufe der Jahre habe ich selbstverständlich viele Variationen z.B. mit Orangen, Mandarinen, Grapefruit und anderem gedumpstertem Obst ausprobiert.
Am effektivsten lösen sich die wertvollen Aroma-, Bitter-, Mineral- und sonstigen Inhaltsstoffe natürlich in kochendem Wasser. Einfach über Nacht ziehen und abkühlen lassen, und der nächste Sommertag läßt sich leichter genießen.
Warum das bei uns kaum noch jemand macht, liegt natürlich am Übermaß an Softdrinkwerbung. Obwohl die selbergemachte Variante natürlich viel gesünder ist, weil gar kein Zucker, keine Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker oder künstlichen Aromastoffe notwendig sind.

Und weil die Selbermacherei ja kein teures Hobby ist sondern möglichst freegan aus dem, was eben gerade da ist, das Beste machen will, noch ein Wort zum Thema

Konservierung: Beim Dumpstern findet sich ja nicht immer genau der benötigte Wochenvorrat an Zitrusfrüchten sondern meistens von einer Sache ganz viel.
Obst läßt sich in Honig oder Zucker, in Salz, in Essig oder in Alkohol ganz einfach auch kalt einlegen, wobei süß-Eingelegtes leichter zu gären oder schimmeln beginnt. Salz schränkt die Weiternutzungsmöglichkeiten stark ein. Essig verändert den Geruch und Geschmack zwar sehr, hat aber gerade für Erfrischungsgetränke auch seinen Reiz.
Am einfachsten und sichersten läßt sich so ziemlich alles in Wein oder Schnaps einlegen. Und keine Angst: Weil der Siedepunkt von Alkohol etwa zwanzig Grad unter dem von Wasser liegt, verdunstet er vollständig, wenn die Zitronenstückchen mit kochendem Wasser übergossen und über Nacht abgekühlt sind.

Also laßt Euch nicht zu kugelrunden Konsumenten verdummen sondern macht Euch Eure leckere Limonade selber !)

(Wenn Du diese Anregung nicht nur konsumieren sondern das Gemeinschaftsprojekt Selbermacherei wachsen lassen willst, findest Du hier viele Möglichkeiten.)