Frequently Asked Questions

Muß ich mir jetzt alles selbermachen?
Nein, die Selbermacherei ist keine totalitäre Alleinlösung sondern eine graduierbare Alternative.
Du kannst damit anfangen, Dir z.B. aus dem, was Du nicht mehr brauchst, irgendwas Neues zu machen. Du kannst damit beginnen, die Zeit, die Du bisher passiv konsumierend verbrachst hast, mit angenehmer gemeinsamer Produktivität zu verbringen.
Und Du wirst bemerken, daß Du Dir dabei auch noch viel Geld und damit auch Zeit ersparst. Wenn Du diese Zeit damit nutzen willst, neue Selbermachereien auszuprobieren, wirst Du Dir damit vielleicht noch mehr Geld und Zeit sparen. Ganz sicher wirst Du Deine Zeit aber produktiver, selbstwertsteigernder, befriedigender und damit glücklicher verbringen.

Wieviel kostet der Spaß?
Im Idealfall nichts, weil eben verwendet wird, was da ist. Also wiederverwertete Materialien, geborgtes Werkzeug und so. Die Zeit für die gegenseitige Hilfe oder Vorbereitungsarbeiten wird mit Zeit für gegenseitige Hilfe entgolten. Alles andere wäre ja logischerweise wieder ein Konsumieren.

Schadet das nicht der Wirtschaft?
Nein, wir werden immer Sachen brauchen, die wir uns nicht selbermachen können oder wollen. Und wir werden immer mehr oder weniger davon leben, das zu machen, was andere nicht können. Wir brauchen aber anderen nicht einreden, daß sie etwas brauchen, nur damit wir mehr Gewinn machen. Und wir brauchen uns das nicht von anderen einreden lassen.
Eine gesunde Wirtschaft muß nicht immer mehr wachsen, mit immer aufdringlicherer oder immer manipulativerer Werbung immer mehr Bedürfnisse wecken, immer größere Gewinne durch immer kurzfristigere Spekulationen bringen. Diese destruktiven Auswüchse werden durch die Selbermacherei untergraben – und das ist gut so.

Was sind Eure Grundsätze?
– Gemeinnützigkeit
– Ressourcenschonung
– Wertschätzung aller individueller Fähigkeiten
– gegenseitige Unterstützung
– Spiel- und Kommunikations- und Genußfreude

Wie kann ich die Selbermacherei unterstützen?
Das hängt davon ab, was Du gerne machst.
Weitersagen z.B.
Wie einige von uns dieses Projekt seit einigen Jahren unterstützen:
Immer wieder, wenn jemand etwas kaufen will, was selbstgemacht vielleicht sogar schöner, einfacher oder gesünder wäre, bringen wir diese Idee ein und bieten Hilfe zum Selbermachen an.
Immer wieder, wenn wir uns was selbermachen wollen, fragen wir andere, ob sie mitmachen wollen. Das dokumentieren wir dann auch manchmal, um andere zu inspirieren.
Wir suchen Orte für die manufaktur futuristic.
Wir sprechen in verschiedensten Gruppen immer wieder mal unaufdringlich diese Idee an, um neue Leute dafür zu begeistern.
Wir suchen Leute, die an unserem Netzwerk, an Werbespots oder sonstwie mitarbeiten wollen.
Wir suchen Leute, die die Selbermacherei gemeinsam unter gesundheitlichen, präventiven, wirtschaftlichen, politikwissenschaftlichen, soziologischen, psychologischen, philosophischen, konsumktitischen, sozioökonomischen oder künstlerischen Aspekten beleuchtet wollen.

Wofür sucht Ihr Leute?
Wir suchen Leute, die z.B. Psychologie, Medizin, Ergotherapie, Soziologie, Wirtschaft, Recht, Marketing, Kunst, oder Kommunikationswissenschaft studieren und Konsumsucht oder therapeutische, präventive oder gesellschaftliche Ansätze dazu in einer Semesterarbeit, Diplomarbeit, Doktorarbeit oder ähnlichem bearbeiten wollen. Mit diesen Konzepten können dann auch verschiedenste Förderungen beantragt und damit die Möglichkeiten dieses Projektes erweitert werden.
Wir suchen Leute, die gemeinsam ein Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung aufbauen wollen und dafür auch regelmäßig Zeit opfern wollen.
Wir suchen Leute, die die Kooperation der Selbermacherei mit ähnlichen, ergänzenden Projekten verbessern wollen. Es gibt schon so viele tolle Projekte, die ein Selbermachen erleichtern: Offene Werkstätten, Kost-Nix-Läden, Recycling-Initiativen, speziellere Foren & Plattformen …
Diese mehr zu verbinden, würde uns allen helfen.
Wir suchen Leute, die gemeinsam eine Selbermacherei-Datenbank basteln wollen und Erfahrung mit Datenbank-, Suchmaschinen-, HP- oder App-Programmierung, Semantik, Web-Design oder Förderungen haben.
Wir suchen Leute, die gemeinsam Werbespots, Plakate, Flugzettel, Anleitungen zum Selbermachen machen wollen.
Und vor allem suchen wir Leute, die gerne gemeinsam Sachen selbermachen.

Warum schreibt Ihr bei den Rufzeichen und Fragezeichen so oft eine Klammer dahinter?
Aus dem gleichen Grund aus dem andere z.B. hinter Doppel- oder Strichpunkten eine Klammer machen. Das sind Satzzeichen und gleichzeitig unsere Maskottchen:

Habt Ihr ein Markenzeichen?
Ja, zwei: Den Rufzeichenzwinkerer und den Fragezeichenzwinkerer
!) ist eine auffordernd zwinkernde Grinsekatze. Das Maskottchen der Selbermachereien will als Emoticon dazu verführen, aktiv zu werden.
?), die kleine Schwester des Rufzeichenzwinkerers, ist eine Freundin des Hinterfragens und bringt damit vieles dazu, sich zu drehen und zu verschwimmen.

Warum schreibt Ihr „Du“ groß?
Wolf Hoog, der die Selbermacherei erfunden und das meiste hier geschrieben hat, hält sich nicht an die neue Rechtschreibung und schreibt lieber groß, was ihm wichtig ist. Er würde also lieber Dinge klein schreiben, als das „Du“.
Außerdem liebt er z.B. das scharfe S „ß“, weil es die letzten Überreste des langen S „|“ (weshalb in alten Büchern alles nach zu langer Zunge aussieht) und des z mit Unterschwung „ζ“ ist.
Aber das sind alles nur persönliche Vorlieben.

 

Und falls Du die Sechs W-Fragen noch nicht gelesen hast:

Was kann ich alles selbermachen?
Viel mehr als Du glaubst: Kulinarisches, Technisches, Handwerkliches, Mediales, Hedonistisches, Esoterisches, Spirituelles, Kleidung, Möbel, Erfahrungen usw.
Einige erste Anregungen findest Du auf dieser Pinnwand oder z.B. auf unserer FB-Seite oder unserer FB-Gruppe.

Wann soll ich dazu Zeit finden?
Warum nicht jetzt gleich?
Probier für’s erste z.B. mal aus, heute ein wenig Deiner Zeit nicht nur passiv konsumierend mit zeitraubenden Vorabendserien, langweiligen Filmen oder teuren Drinks in einem stickigen Lokal zu verbringen sondern Dir mit Freunden oder Deinen Kindern irgendwas selber zu machen.
Oder Du triffst Dich z.B. Sonntags regelmäßig zum Selbermachen.
Mit der Zeit wirst Du bemerken, daß Du Dir damit auch einiges an Geld sparst, und kannst deshalb auch auf so manche Überstunde verzichten oder vielleicht sogar Deine reguläre Arbeitszeit reduzieren. Umso mehr Zeit bleibt Dir, die Du gemeinsam produktiv & lustvoll verbringen kannst.

Wie mache ich mir Sachen selber?
Da Du in Deiner freien Zeit selber entscheiden kannst, ob Du nur passiv konsumierend oder gemeinsam produktiv tätig sein willst, kannst Du Dir natürlich dieses Tätigsein auch selber frei gestalten, so daß es für Dich und Deine Umwelt angenehm und gesund ist. Du mußt nicht auf möglichst große Effektivität bei großen Stückzahlen achten. Du kannst einfach so viel machen, wie viel Spaß macht. Selbermacherei ist freiwillig, selbständig, eigenverantwortlich, ressourcenschonend, sparsam, experimentell, lustvoll, unterhaltsam, gemeinschaftlich, gegenseitig unterstützend, integrativ, ganzheitlich.

Wo mach ich das?
Vieles kannst Du Dir zuhause mit Freunden oder Familie gemeinsam selbermachen. Für anderes findest Du vielleicht Platz in der Werkstatt des freundlichen Handwerkers ums Eck, der Dir abends die Räume unentgeltlich zur Verfügung stellt. Oder Du besuchst andere, zu einem Selbermacherei-Nachmittag (wie z.B. im Café Hoog). Leute findest Du in der Selbermacherei-Gruppe auf Facebook oder mit der geplanten Selbermacherei-Suchmaschine.
Für alles, was sich nicht so einfach zuhause selbermachen läßt, suchen wir ein altes Haus, das wir gemeinsam ressourcenschonend renovieren und mit vielen unterschiedlichen Werkstatträumen zur freien & autarken manufactur futuristic ausbauen wollen.

Und warum das alles?
– weil selbermachen spass macht
– weil ungeliebte und nicht gebrauchte dinge neue verwendung finden
– weil selbermachen geld und ressourcen spart
– weil nicht so gut schmeckt, so schön ist und genau meinen vorstellungen entspricht
– weil gemeinsam selbermachen neue verbindungen und kontakte schafft
– weil ich aus dem Laufrad des immer-mehr-Arbeitens-um-immer-mehr-zu-konsumieren aussteigen will
– weil ich frei bin, zu machen was ich will wie ich es will
Selbermacherei ist das einzige konkrete Konzept gegen Konsumsucht und deshalb gesundheitspolistisch hoch brisant (es gibt mehr Konsumsüchtige als bei sonst irgendeiner anderen Abhängigkeit), umweltpolitisch, wirtschafts- und bildungspolitisch aktuell, integrativ, diversiv …
Mehr dazu hier und gerne auch bei einem persönlichen Gespräch.

 

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